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Naturwissenschaft & Technik

Synergien zwischen Schule und Hochschule

<p>Naturwissenschaft &amp; Technik</p>

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Synergien zwischen Schule und Hochschule

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Projektbeschreibung

Abbeaner schnuppern Hochschulatmosphäre

Für die  Neuntklässler des Wahlpflichtbereichs „Naturwissenschaft und Technik“ stand am 6. Juni eine andere Form des Unterrichts, das Lernen am anderen Ort,  auf dem Programm. Sie durften an der Hochschule Schmalkalden  in Laboren und im Schülerforschungszentrum experimentell tätig werden. Zwei Workshops, geleitet von Studierenden, konnte jeder Lernende unseres Gymnasiums dort absolvieren. Nach einem kurzen, informativen Rundgang über den Campus begann die „Forschungstätigkeit“.

Im Schülerforschungszentrum konnten die Mädchen und Jungen  das Konstruieren mit einem PC-Programm ausprobieren. Nach Vorlage einer technischen Zeichnung gelang dies allen erfolgreich. Das Ergebnis war eine Schachfigur (Turm) als Schlüsselanhänger. Ein Musterexemplar wurde auf dem 3D-Drucker dann auch gedruckt und konnte mitgenommen werden.

Im Messtechnik-Labor bauten die Lernenden eine elektronische Schaltung zur Abstandsmessung mittels Fotowiderstand auf. Am PC wurde das benötigte Programm geschrieben und auf einen Mini-Computer übertragen. Wer alles richtig gemacht hatte, konnte beobachten, dass sich bei Änderung des Abstandes die Tonfrequenz veränderte. Nach einigem Probieren waren alle Schüler erfolgreich.

Natürlich gehörte zu einem Schnuppertag an einer Hochschule auch ein Mittagessen in der Mensa.

Der Kontakt zur Hochschule Schmalkalden besteht auf diesem Gebiet schon einige Jahre. Ein besonderer Dank geht an Frau Corinna Endter, die für unsere Lernenden immer ein ansprechendes Programm organisiert. Danken möchten wir ebenfalls der Frank-Hirschvogel-Stiftung, die unser Projekt durch die Übernahme der Fahrtkosten wesentlich unterstützte.

Auch im nächsten Jahr soll es wieder heißen: Abbeaner schnuppern Hochschulatmosphäre.

Projektdetails

Thema: Besuch von Hochschulen / Universitäten

Altersklasse: 14 - 18 Jahre

Veranstaltungsort: Hochschule / Universität

Dauer: 1 Tag - 1 Woche

Teilnahmevoraussetzungen: maximal 1 Klasse

Projektförderung

Es besteht die Möglichkeit, dass die Frank Hirschvogel Stiftung die Kosten für die Fahrt und anfallende Materialkosten übernimmt. 

Projektanfrage

Erfahrungsbericht

2019
Am 19. Dezember 2019 fuhren die 12. Klassen nach Göttingen, um dort in denNaturwissenschaften Physik, Chemie und Biologie zu experimentieren. Schon morgens um 7:30 Uhr startete die 90 minütige Fahrt zur Hochschule in Göttingen. Dort angekommen wurden die Schüler anhand ihrer belegten Leitsungskurse in die Naturwissenschaften aufgeteilt und begannen parallel zu arbeiten.

Vormittags startete ein Teil des Physikkurses damit, den bereits im Unterricht behandelten Franck-Hertz-Versuch in Kleingruppen praktisch nachzuvollziehen. Nach einer kurzen Pause setzte der Kurs mit einem Experiment in der Optik fort. Mithilfe eines sogenannten Gitterspektrometers konnten die Schüler die Wellenlänge einzelner Spektrallinien äußerst exakt bestimmen.

Währenddessen erhielten die Chemie-Schüler nach einer Einweisung ins Labor wichtige Informationen für das folgende Titrieren der Säuren und Basen. Gruppenteilig beobachteten sie die Farbumschläge verschiedener Lösungen und bewerteten die gemessenen Ergebnisse. Ziel dieses Experiments war es, die Konzentration der Lösung zu bestimmen und somit diese den Säuren oder Basen zuzuordnen.

Im Fachbereich Biologie befassten sich die Schüler mit der Analyse von verschiedenen Fleischproben anhand der PCR-Methode und der Gelelektrophorese. So sollte ermittelt werden von welchem Tier (Huhn, Pferd, Rind, Schwein, Schaf) die Fleischproben stammen. Experimentierphasen wechselten sich dabei immer wieder mit Theoriephasen ab, in denen theoretische Hintergründe zur DNA und der PCR-Methode vermittelt wurden. Das neu erlernte Wissen konnten die Schüler gleich in der Experimentierphase anwenden. So musste ein Fleischstück präpariert und für die PCR-Methode vorbereitet werden. Anschließend stellten dieSchüler ein Agarose-Gel für die Elekrophorese her und beobachteten die Wanderung der DNA im Gel. Anhand der entstehenden Banden erfolgte schließlich die Auswertung mit der Ermittlung vom Ursprung der Fleischprobe.

Nach knappen 3 Stunden anstrengenden Experimentierens erhielten die Schüler eine längere Mittagspause. Während dieser Bestand die Möglichkeit, einen Eindruck vom Campus der Universität auf den Weg zur Mensa zu erhalten.

Nach der Pause arbeiteten die Schüler und Schülerinnen in den Bereichen Chemie und Biologie an ihren bekannten Aufgaben weiter, während der Physikkurs nun in den Bereich der Radioaktivität Einblick erhielt. Zum einen konnte mithilfe eines Geiger-Müller-Zählrohrs die Aktivität radioaktiv zerfallender Stoffe nachgewiesen und folglich die Halbwertszeit bestimmt werden. Zum anderen wurden bei einer Nebelkammer die Merkmale der drei verschiedenen  Strahlungsarten erläutert und visualisiert.

Durch das Experimentieren konnten die Schüler viele neue Erfahrungen sammeln und in der Schule gelerntes Wissen praktisch anwenden. Außerdem bot sich die Möglichkeit, einmal mit technischen Geräten zu arbeiten, die die Laborausstattung der Schule nicht umfasst. Der Tag im XLAB war also ein sehr informativer und rund um gelungener Ausflug.

Silvia Skiba