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Aufbruch ins Weltall

Wetterballon in Stratosphäre

Aufbruch ins Weltall

Aufbruch ins Weltall

Wetterballon in Stratosphäre

Aufbruch ins Weltall

Projektbeschreibung

50 Jahre nach der Mondlandung - lässt die Klasse 8b einen Wetterballon auf 40 km Höhe steigen.

So sah das Projekt von 18 Jugendlichen der achten Klasse am Gymnasium Buchloe aus: Sie schickten einen Wetterballon mit technischem Gerät in die Stratosphäre. "Dabei waren wir auch relativ nahe am Rekord für Ballonflüge", berichtet Klassen- und Physiklehrer Florian Kohl. Der 42-Jährige wollte mit seiner Klasse aus dem naturwissenschaftlichen Zweig voriges Schuljahr ein besonderes Projekt verwirklichen. Seine Idee: Einen Wetterballon steigen zu lassen.
"Die Anregung dazu kam mir im Internet", erzählt er. Dann schritten er und seine Schüler zur Tat. Als Ballon diente ein handelsüblicher Wetterballon aus besonders dünnem Silikon. "Dessen Reißfestigkeit ist bekannt. Das erlaubt eine Berechnung, in welcher Höhe der Ballon bei entsprechender Befüllung mit Helium platzt", erklärt Kohl. Denn irgendwie muss die Ladung wieder herunter kommen, sonst würde sie mit dem Ballon gleichsam ins Nirwana abdriften. Alsdann wurde die Flugroute berechnet. "Das geht relativ genau." Bis fast 40.000 Meter Höhe flog der Wetterballon des Gymnasiums. Dann platzte - fast wie berechnet - die dehnbare Hülle. Die Kamera in dem Kasten, den der Ballon zuvor auf die Höhe gebracht hatte, hat die in den Raum fliegenden Teile über der Erdkugel aufgenommen.

Der Flug verlief ohne größere Komplikationen, und obwohl sich der Fallschirm nicht komplett öffnen konnte, landete die Sonde nahezu unversehrt nach etwa 3 Stunden. Mit GPS konnte sie etwas südlich von Leutkirch geortet und auf einem freien Feld geborgen werden.
Auf dem Weg zum Rande des Weltalls - die größte erreichte Höhe betrug 39.907 Meter - konnte die Bordkamera spektakuläre Bilder aufnehmen. Auch die weiteren Messgeräte an Bord zeichneten unterwegs viele Daten auf. So wurde die tiefste Temperatur in einer Höhe von 12.000 Metern mit etwa -40°C erreicht, in der Tropopause und der Stratosphäre konnte dann ein typischer Temperaturanstieg gemessen werden.
Die Bewegung der Sonde konnte mit einem GPS-Datenlogger aufgezeichnet werden. Die Sonde erreichte im freien Fall direkt nach dem Platzen des Ballons eine Fallgeschwindigkeit von über 400 km/h. Später bremste die Sonde auf knapp 50 km/h ab und konnte sicher landen.

Ein Blick aus 40 Kilometer Höhe auf die Erdkugel und in das Weltall, die Fahrt dorthin dokumentieren, dann eine geplante Zerstörung des Reisevehikels, um schließlich die Überreste per GPS zu suchen - so interessant kann Physikunterricht sein und das mit Unterstützung der Frank Hirschvogel Stiftung.

Projektdetails

Thema: MINT

Altersklasse: 12 - 18 Jahre

Veranstaltungsort: Bildungseinrichtung

Dauer: 1 Tag

Teilnahmevoraussetzungen: maximal 30 Schüler

Projektförderung

Es besteht die Möglichkeit, dass die Frank Hirschvogel Stiftung die Projektkosten übernimmt. 

Projektanfrage