Zum offiziellen Projektstart trafen sich (von links) Dr. Uta Raeder, Stephanie Klotz, Dr. Katrin Zwirglmaier, Joachim Ruber, Armin Maudrich und Walter Pischel
Joachim Ruber bei der Arbeit

Klein, aber oho!

Im Februar startete das Projekt „Picocyanobakterien als Bioindikatoren für die Gewässergüte“ an der Limnologischen Station in Iffeldorf, das von Joachim Ruber durchgeführt und durch die Frank Hirschvogel Stiftung unterstützt wird.

Im Fokus des Projekts stehen die so genannten Picocyanobakterien, sehr kleine Blaualgen, die für das ökologische Gleichgewicht von Gewässern eine entscheidende, positive Rolle spielen und als Indikatororganismen für die Gewässergüte dienen können. Die Einzeller, die 50 Mal kleiner als der Durchmesser eines Haares und daher mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind, gehören zu den wichtigsten Photosynthese-treibenden Organismen in Gewässern. Durch die Fixierung von CO2 spielen sie eine bedeutende Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf und können damit auch dem weiteren Konzentrationsanstieg dieses Treibhausgases in der Atmosphäre und somit dem Klimawandel entgegenwirken.

Joachim Ruber untersucht im Rahmen seiner Doktorarbeit das Vorkommen der Bakterien und ihre Auswirkungen auf Gewässer in den Osterseen bei Iffeldorf. Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Picocyanobakterienindex zur Beurteilung der Gewässergüte von Süßwasserseen.

Das dreijährige Projekt wird an der Limnologischen Station Iffeldorf durchgeführt, die zum Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie der Technischen Universität München gehört. Das Forschungsvorhaben leitet Frau Dr. Katrin Zwirglmaier, die seit Anfang 2012 sehr erfolgreich mit der Untersuchung von Cyanobakterien ein neues Forschungsgebiet etabliert hat.

Die Frank Hirschvogel Stiftung freut sich dieses hochinteressante und nachhaltige Forschungsprojekt unterstützen und die nächsten drei Jahre begleiten zu dürfen.