Schülerlabor der Hochschule Kempten

Experiment Klangfiguren
Farbschattenspiele
Experiment Hörkurve

Seit Juli hat das Schülerlabor der Hochschule Kempten seine Pforten für interessierte Schulklassen ab der neunten Jahrgangsstufe geöffnet. Der Fokus der neu geschaffenen Einrichtung liegt auf den Sinneswahrnehmungen des Menschen, mit denen er seinen Körper und die Welt um sich herum erlebt. Mit anschaulichen und verblüffenden Experimenten können Schüler diese im Schülerlabor entdecken.

Für ein paar Stunden tauchen die Mädchen und Jungen in die Rolle eines Wissenschaftlers, einer Wissenschaftlerin oder eines Ingenieurs bzw. einer Ingenieurin ein. Spannende Versuche vermitteln spielerisch moderne Erkenntnisse aus der Physik, Physiologie und Psychologie. Darüber hinaus sind Einblicke in die Forschung und Lehre an der Hochschule Kempten möglich.

Die Versuche des Basisprogramms beschäftigen sich mit dem Sehen und Hören. Die Jugendlichen erfahren dabei, wie das Auge abbildet, wie schwierig es ist, mit einer Umkehrbrille ein Dreieck zu malen und lernen, wie und warum optische Täuschungen unsere Wahrnehmung in die Irre führen.

Faszinierende Farbspiele entdecken die Schüler, wenn sie die Pixel ihrer Smartphones im Mikroskop betrachten, Farben durch additive Mischung von Licht selbst herstellen oder farbige Schatten erzeugen.

Mit der Bestimmung ihrer eigenen Hörschwellenkurve lernen Schülerinnen und Schüler die Grenzen ihres persönlichen Hörvermögens kennen. An einer weiteren akustischen Station zerlegen sie ihre Stimme in Frequenzbereiche und untersuchen das Spektrum der Oberschwingungen. Die Chladnischen Klangfiguren verbinden schließlich das Sehen und das Hören in imposanten Schwingungsmustern aus Sand.

Da ein Projekt wie das Schülerlabor nicht im Budget der Hochschule vorgesehen ist und auf Eigeninitiative eines engagierten Professors basiert, war finanzielle Unterstützung von außen nötig. Die Frank Hirschvogel Stiftung unterstützt das Projekt in den nächsten vier Jahren. Die Fördergelder werden in erster Linie für die Miete - das Schülerlabor befindet sich nicht auf dem Hochschul-Campus - die studentischen Hilfskräfte und Anschaffungen im Rahmen der Experimente verwendet.

Die Unterstützung von Projekten wie dem Schülerlabor, das Synergien zwischen Schulen und Hochschulen schafft, ist der Stiftung ein großes Anliegen um den Standortnachteil ihrer Partnerschulen auszugleichen.